Digital Packaging Design

Packaging Design im digitalen Wandel

Ein Ratgeber für erfolgreiches Verpackungsdesign im E-Commerce

„We live in a rainbow of chaos!“ Dieser Leitspruch begleitet uns seit der Gründung von Syndicate vor mehr als 25 Jahren. Er scheint heute passender als jemals zuvor, denn das farbenfrohe Konsumchaos hat seitdem zugenommen: Unsere Welt ist noch schneller, noch bunter, noch unübersichtlicher geworden - voll mit den unterschiedlichsten Produkten aus der ganzen Welt. Das Kaufangebot für Konsumenten scheint grenzenlos. Das Internet hat maßgeblich zu dieser Schnelllebigkeit und Vielfalt beigetragen - und stellt Verpackungsdesigner vor neue Herausforderungen.


In diesem Jahr ist das Konzept des Supermarkts bereits 60 Jahre alt geworden! Seit Beginn der Selbstbedienung sind wir es gewohnt, Produkte eigens aus dem Regal zu wählen. Die Kaufentscheidung wird dabei maßgeblich von dem Verpackungsdesign beeinflusst. Im Zuge der Digitalisierung bestellen wir jedoch mehr und mehr Produkte im Internet, die, statt im Einkaufswagen im virtuellen Warenkorb landen und direkt zu uns nach Hause geliefert werden. Die Folge: Neue Kriterien für die Kaufentscheidungen.


Sehen, verstehen, klicken
Der Onlinehandel hat in Deutschland bereits ein Volumen von 49 Milliarden Euro. Während Computerzubehör (41% Onlineanteil), Spielwaren (34%) oder Fotos und Bücher (29%) bereits routiniert im Internet gekauft werden, beträgt der Onlineanteil von Lebensmitteln derzeit erst gut 1%. Spätestens jedoch seit Amazon angekündigt hat auch Lebensmittel zu liefern, kommt der Onlinehandel mit Essbarem in Schwung. Experten rechnen damit, dass sich der Anteil bald auf 5% steigern wird – Lebensmittel sind damit eines der dynamischsten E-Commerce Segmente. Für Marketiers ist also die Zeit gekommen, sich Gedanken über das Design ihrer Marken in der digitalen Shoppingwelt zu machen.


Nix mit Anfassen! Design in Zeiten des E-Commerce
Aus den Supermarktregalen mit Produkten zum anfassen werden im Onlinehandel meist einheitlich weiß gekachelte Listen mit Miniatur-Produktabbildungen. Auf dem Smartphone schrumpfen die Abbildungen zu Fingernagel- oder bestenfalls briefmarkengroßen Produktabbildungen. Das Problem beginnt vielfach bei  der Identifizierung der Marke und hört bei der Lesbarkeit der Packungstexte auf.


Kreative ans Werk!
Als Designagentur appellieren wir: Passt das Design dem digitalen Wandel an! Das Verpackungsdesign sollte in vielen Fällen generalüberholt werden, denn es muss kanalübergreifend funktionieren: Im Webshop sowie im Supermarkt, aber auch auf Social Media. Wir haben daher ein paar Tipps für gutes Verpackungsdesign im Zeiten des Onlinehandels zusammengetragen.


10 Tipps für ein E-Commerce freundliches Verpackungsdesign
Eine E-Commerce-freundliche Verpackung zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
 

  • Die Kategorisierung und Warenbezeichnung sollten verbraucherrelevant und eindeutig gewählt sein, damit der Kunde das Produkt über die Suchfunktion schnell findet. Zu beachten ist hierbei, dass die Suche in Zukunft noch mehr über die gesprochene Sprache erfolgen wird.
     
  • Die Marke muss auf dem ersten Blick erkennbar sein! Alle weiteren Informationen kann man der Produktbeschreibung entnehmen. Marken mit gelernten visuellen Codes wie z.B. Farbe, Form und Layout haben hierbei einen großen Vorteil.
     
  • Ein plakatives und impactstarkes Verpackungsdesign ist auch im Onlineshop von großem Vorteil, um überhaupt aufzufallen.
     
  • Prominente und aussagekräftige (Sorten-) Beschreibungen, in einer Schriftgröße, die man auch digital lesen kann, sind ein Muss.
     
  • Die Verwendung von einfachen, schnörkellosen Schriften ist von Vorteil.
     
  • Generell sollten kontrastreiche Schriften, Abbildungen, Symbole, Grafiken und Icons Verwendung finden. Ein hoher Farbkontrast, etwa zwischen Hintergrund und Text, erhöht die Aufmerksamkeit.
     
  • Der Packshot sollte an die Kachelform der jeweiligen Onlineshops des Handels angepasst werden, oftmals sind es Quadrate.
     
  • Damit die Einheitlichkeit der Abbildungen im Sinne der eigenen Corporate Identity gewährleistet bleibt, fordert der Handel meist freigestellte Produktfotos auf weißem Hintergrund. Zugunsten einer optimalen Größendarstellung der eigenen Verpackung sollte der Weißraum möglichst ausgefüllt sein.
     
  • Denkbar wäre es, wie in Werbespots üblich, einen aufs Wesentliche reduzierten Packshot für den Einsatz im E-Commerce anzubieten.
     
  • Um als Miniaturbild auf dem Smartphone überhaupt noch erkennbar zu sein, sollte dem Handel darüber hinaus ein zusätzliches, stark vereinfachtes „responsives Packaging Design“ angeboten werden.
     

In der realen Welt der Supermärkte, aber auch in der virtuellen Welt des E-Commerce ist das Marken- und Verpackungsdesign entscheidend für die Kaufentscheidung. Damit die eigene Marke vom Verbraucher überhaupt entdeckt wird, und im Sinne der Positionierung auch verstanden wird, und schlussendlich im Einkaufswagen oder Warenkorb landet, bedarf es einer einfachen und relevanten Markenbotschaft sowie eines klaren und einzigartigen Designs.

Die Chancen des E-Commerce erschließen sich nur den Marken, die ihn auch richtig zu nutzen wissen. Aus diesem Grunde sollten viele Markenprofile geschärft und Produktverpackungen umgestaltet werden. Die Reduktion auf das Wesentliche ist hinsichtlich Positionierung und Design im Zeitalter des E-Commerce gefragter denn je. „Catch me if you can!“ heißt es in Zeiten des Onlineshoppings.

Gutes Design kann das!

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